Karsten Lübeck

Augenmensch. Autodidakt.
Themenschwerpunkte:
Menschen aus den Bereichen Kunst & Musik.
Aber auch Architektur, Landschaft, Kurioses, Abstraktes, Retro.
Meistens Black & White. Minimal.

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An Fotografie mag ich, dass sie einen Moment aufleben lässt, der unmöglich noch einmal nachzumachen ist. Er ist vorbei, für immer. Auf einigen Fotos wird oft etwas beinahe schwermütiges, aber sehr flüchtiges festgehalten. Das macht ein Foto fesselnd.

Ich war schon immer Fan der romantischen Idee, mit einer Kamera loszuziehen, die Welt aufzunehmen und diese später mit in meine eigene, kleine Welt zu nehmen. Sagen zu können:, „Das habe ich gemacht, dieses Stück vergangenes Leben habe ich mit hierher gebracht“.

Meine Arbeit ist vielleicht nicht ganz perfekt, aber es steckt noch etwas aus dem Leben darin. Denn Perfektion raubt dem Werk oft den Atem. Das sind natürlich feinste Nuancen. Sie sind vielleicht nicht wirklich greifbar, aber ich glaube, mein Werk atmet dadurch dennoch.

Ich habe oft eine ganz genaue Vorstellung davon, wie das Foto später sein soll. Ich habe es schon vorher im Kopf, und muss es nur noch ablichten. Ich setze ungern Ideen oder Befehle anderer oder der zu fotografierenden Personen um. Nur so bleibt es m e i n Produkt.

Und am Ende finde ich ja selbst heraus, was ich kann, und was ich nicht kann.
Meine Schwächen sind eigentlich mein großes Plus, denn sie bestimmen meinen Stil oder das, was man Stil nennt. Die Kombination aus Unsicherheit, Ambition und Vorstellungskraft führt zu diesem Ergebnis.

Black & White und extrem kontrastreich

Meine Fotos sind in der Regel schwarz-weiß und extrem kontrastreich, mit dunklen Schwarztönen. Das verstärkt das Grafische. Bewusst setze ich Unschärfen und Schatten in der Bildkomposition ein. Das Bild muss authentisch für mich bleiben, daher arbeite meistens nur mit am Ort vorhandenem Licht. Mit Absicht.

Ich denke beim Fotografieren grafisch. Wie in meiner Arbeit, wenn ich Grafikdesign mache.

Ich fotografiere nur Menschen, die ich interessant finde, weil sie etwas interessantes tun.
Ich kann mich besser in sie hinein versetzen und herausfinden, wie sie wirklich sind.

Ich mag lachende Leute, aber nicht in meinen Bildern. Ein ernstes Gesicht ist zeitlos und ehrlich. Es wird nie langweilig, es zu betrachten. Deswegen will ich keine Dauerlächler in meinen Fotos. Ausnahmen mache ich nur bei Menschen, die einfach vom Typ her nicht anders wirken, oder wo es eben zum Thema passt, bzw. passen muss.